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Was zeichnet die HKIT als Tanz- und Körperpsychotherapie aus?                           Bisher  veröffentlichte Artikel – Dez,Jan.,Febr.

Therapie und das Ebenenmodell G.B. in den HKIT – Sept blog
Therapie und Massage HKIT – touch me tender touch me true
Therapie und Der Fluss der Lebensenergie -Fließen mit der Flut HKIT
Therapie und Kunst – Der künstlerische Ansatz in den HKIT
Therapie und Lernen – reformpädagogische Ansätze in den HKIT
Therapie und die therapeutische Persönlichkeit HKIT
Therapie und andere Wirklichkeiten in den HKIT Teil I-IV
Therapie und Verortung – Eine Heimat im Körper finden
Therapie und Gemeinschaft HKIT
Therapie und Heilungstanzrituale  – Update – Fortsetzung folgt

Therapie und Wissenschaft

Hier ein Exkurs von Freyja Fischer in die Wissenschaft und HKIT, bis auf burnout und Trauma hat sie wissenschaftliche Forschungen zu den Themen der HKIT, wie sie oben angesprochen werden, zusammengestellt und ich habe sie mit Erfahrungen aus der tanztherapeutischen Praxis ergänzt. Eine Recherche die bestimmt alle jene freuen wird, die an ihrer Abschlussarbeit HKIT schreiben. Hier der wissenschaftliche update. Burnout und Trauma werden nachgeliefert.

Heilende Kräfte im Tanz®: Wirkung

Das Zusammenspiel von Körper und Psyche rückt mehr und mehr in den Fokus der Medizin und Psychologie:

  • Soziale Unterstützung kann Erkältung vorbeugen. Dabei werden ca. 30% des wahrgenommenen sozialen Unterstützung durch Umarmungen vermittelt(Cohen, Janicki-Deverts, Turner, & Doyle, 2014).
  • Bei Jugendlichen, die Asthma haben und die gegen sie persönlich gerichtete Zurückweisung erleben, verschlimmert sich das Asthma. Das kommt dadurch zu Stande, dass das Gen, das den Bauplan für die körpereigenen Asthmaabwehrmoleküle produziert, seltener abgelesen wird, d.h. die körpereigenen Abwehrstoffe werden seltener produziert und dadurch verschlimmern sich die Symptome (Murphy, Slavich, Chen, & Miller, 2015).
  • Körperpsychotherapie scheint effektiv gegen chronische Depression zu sein.(Papadopoulos & Röhricht, 2014; Röhricht, Papadopoulos, & Priebe, 2013).
  • Bei den sehr direkt auf den Körper bezogenen Krankheitsbildern Anorexia nervosa und Bulimianervosa wird wegen der wenig erfolgreichen bisherigen Therapien diskutiert, ob stärker körperbezogene Psychotherapien mit in die Behandlung eingebunden werden sollen (Konzag, Klose, Bandemer-Greulich, Fikentscher, & Bahrke, 2006).
  • Gehen erhöht die Kreativität (Oppezzo & Schwartz, 2014).

Körperpsychotherapie wirkt wie der Name schon sagt auf dieses Zusammenspiel zwischen Psyche und Körper ein und kann dadurch psychologische und körperliche Symptome lindern. Wissenschaftler erforschen, wie bestimmte Krankheitsbilder durch Körperpsychotherapie gemildert werden können, das ist notwendig, um Studien durchzuführen und die Literatur zu organisieren. Auch wenn so organisierte Studien herangezogen werden können, um zu belegen, dass Körperpsychotherapie tatsächlich wirkt, sind die spezifischen Störungsbilder in den HKiT® doch unwichtig.
Welche Rolle spielt Weiblichkeit, Frau-Sein in der Körperpsychotherapie?

Wir bewegen uns heute in Zeiten des Postfeminismus. Viele Frauen gehen davon aus, dass sie gleichberechtigt sind wie Männer und dass feministischen Themen keine besondere Aufmerksamkeit mehr geschenkt werden muss. Gleichzeitig verlangen andere Frauen, westliche Schönheitsideale in die von der UN aufgestellten Liste der „schädigenden kulturellen Praktiken“ aufzunehmen (Jeffreys, 2005). Welche Position bezieht jede einzelne Frau in dieser Debatte? Nach ein paar Stunden Körperarbeit HKiT® lässt sich da eine gute Antwort darauf geben…

Ergebnisse nach ein paar Stunden Körperarbeit und Tanz
können sein, dass Ursachen von Depression, Essstörungen, Burnout, Angst, ADHS, Herzerkrankungen, Blasen- und Nierenentzündungen, Borderline und schwere Traumata zu Tage treten wie:
Sexuelle Gewalt,
Gewalterfahrungen während des Geburtsprozesses und danach, Schläuche im Hals, Brutkästen,
aber auch bei medizinischen Behandlungen wie Orthopädie im Kieferbereich, der Knie, Hüftgelenke, Blinddarm OPs, Gynäkologische Eingriffe, OPs im Hals-Nasen-Rachen Bereich. Krankenhausaufenthalten
Verletzungen durch Verbrühungen, Verbrennungen, Unfälle.
Kranke Mütter die MS, Sucht oder Depression hatten.
Nur um die wichtigsten Ursachen für Erkrankungen zu nennen, die bereits in der frühen Kindheit als Bauchweh oder Kopfschmerz oder Nervosität, Dissoziation u.a. Anzeichen, begonnen haben.

Aufgabe der Körperpsychotherapeutin HKIT ist es diese Verletzungen im Körper gemeinsam mit der Klientin aufzuspüren, zu diagnostizieren und dort wo sie sich in Form von Blockaden manifestiert haben im Körper gemeinsam mit der Klientin Heilungswege über Tanz und Bewegung zu entwickeln. Über den Körper die Seele zu heilen.

Methoden der HKIT und ihre Wirkungen für die oben beschriebenen Krankheitsbilder sind:
1. Körperarbeit AATINI um einen liebevollen Umgang mit dem eigenen Körper kennen zu lernen und für sich selbst praktizieren zu können. Gabriele Fischer, AATINI Hör- und Tanzbuch

2. Ausgewählte tradierte Heilungsrituale die zur Kartharsis führen und gleichzeitig heilsame Wege über die Kunst aufzeigen in eine neue Bewegungslandschaft wie Tarantella, die roten Schuhe oder die Orixai des Candomble. Gabriele Fischer, Die roten Schuhe, Im Ballsaal der Gaia

3. Nähe, Verbundenheit in der Gruppe, tänzerische, spielerische Wege aus Einsamkeit und Zurückgezogenheit als Voraussetzung für Heilung und soziales Lernen, ohne das ein Heilungsprozess im tanztherapeutischen Sinne nicht gelingen kann – soziale Plastik, Joseph Beuys

4. Tanzen aus dem freien Bewegungsimpuls als Transferleistung mit dem Körper in eine psychosomatische Balance kommen und zu einer heilsamen Beweglichkeit im übertragenen Sinne zurück finden, die alltagstauglich ist. Über den Körper die Seele heilen. Gerda Beuyesen
Es wird deutlich, dass es spätestens bei der Geburt eines Kindes sehr wohl einen geschlechtsspezifischen Zusammenhang dieser Erkrankungen mit Frau sein gibt. Sexuelle Gewalt in der Kindheit wirkt sich z.B. empfindlich im Geburtsprozess auf das Zusammenspiel von Mutter und Kind aus und daraus können sich weitere Komplikationen ergeben. Wie sich überhaupt unsere gesamte Befindlichkeit aus unserer Geschlechtlichkeit ableitet. Sowohl für Männer als auch für Frauen.
Literaturverzeichnis

Cohen, S., Janicki-Deverts, D., Turner, R. B., & Doyle, W. J. (2014). DoesHuggingProvide Stress-BufferingSocial Support? A Study ofSusceptibilitytoUpperRespiratoryInfectionandIllness. Psychological science, 0956797614559284.

Jeffreys, S. (2005). Beauty andMisogyny: Harmful Cultural Practices in the West. Routledge.

Konzag, D. med T. A., Klose, S., Bandemer-Greulich, U., Fikentscher, E., &Bahrke, U. (2006). Stationäre körperbezogene Psychotherapie bei Anorexia und Bulimianervosa. Psychotherapeut, 51(1), 35–42. doi:10.1007/s00278-005-0439-9

Murphy, M. L., Slavich, G. M., Chen, E., & Miller, G. E. (2015). TargetedRejectionPredictsDecreased Anti-Inflammatory Gene Expression andIncreased Symptom Severity in Youth With Asthma. Psychological science, 0956797614556320.

Oppezzo, M., & Schwartz, D. L. (2014). Giveyourideassomelegs: The positive effectofwalking on creativethinking. Abgerufen von http://psycnet.apa.org/psycinfo/2014-14435-001/

Papadopoulos, N. L. R., & Röhricht, F. (2014). An investigationintotheapplicationandprocessesofmanualisedgroupbodypsychotherapyfor depressive disorder in a clinicaltrial. Body, Movement and Dance in Psychotherapy, 9(3), 167–180. doi:10.1080/17432979.2013.847499

Röhricht, F., Papadopoulos, N., & Priebe, S. (2013). An exploratoryrandomizedcontrolledtrialofbodypsychotherapyforpatientswithchronicdepression. Journal ofAffectiveDisorders, 151(1), 85–91. doi:10.1016/j.jad.2013.05.056